Live-Mitschnitt von Wagners "Rheingold" hören!

Februar 2020

Die Duisburger Philharmoniker und ihr GMD Axel Kober mussten im Mai 2019 notgedrungen ihren „Ring“-Zyklus in der Mercatorhalle aufführen - Das Theater Duisburg wurde aufgrund einer defekten Sprinkleranlage überschwemmt. Doch der benachbarte Konzertraum stellte sich als echter Gewinn für die Aufführungen heraus. Die Reaktionen des Publikums sowie die großartige Akustik des Saals veranlassten die Beteiligten, das einmalige Erlebnis aufzuzeichnen. Den Live-Mitschnitt der „Rheingold“-Vorstellung gibt es nun als CD und als Stream auf Apple Music und Spotify.

Editorial: Am Rhein beginnt und endet Richard Wagners Opernzyklus „Der Ring des Nibelungen“, am Rhein erträumte sich der Komponist bereits 1851 die Uraufführung seines ebenso visionären wie monumentalen Werks. Auch wenn Wagners Festspielpläne in einem ganz anderen Teil Deutschlands in Erfüllung gehen sollten, ist und bleibt die Aufführung eines „Ring am Rhein“ stets etwas Besonderes. Und wo ließe sich dieser besser verwirklichen als an der Deutschen Oper am Rhein? Zwei Städte, zwei Orchester, zwei Sängerbesetzungen – mit dem fantastischen Sängerensemble der Rheinoper sowie den beiden herausragenden Orchestern der Duisburger Philharmoniker und der Düsseldorfer Symphoniker an ihren beiden Spielstätten in Duisburg und Düsseldorf waren die Rahmenbedingungen gesetzt. Der „Ring am Rhein“ in der szenischen Interpretation von Dietrich W. Hilsdorf nahm unter meiner musikalischen Leitung ab Juni 2017 nach und nach Gestalt an.

Der erfolgreiche Abschluss der knapp zweijährigen musikalischen und szenischen Zusammenarbeit sollte am Ende der Saison 2018/19 jeweils eine Aufführung des kompletten „Ring“-Zyklus an beiden Spielstätten bilden. Doch wenige Wochen vor der Premiere der „Götterdämmerung“ flutete eine defekte Sprinkleranlage das Theater Duisburg. Ein Wasserschaden machte die szenische Vollendung des Duisburger „Ring“ zunächst zunichte. Glücklicherweise bot sich uns in der benachbarten Mercatorhalle Duisburg kurzfristig die Gelegenheit, den „Ring des Nibelungen“ zumindest in konzertanter Form zur Aufführung bringen zu können. Die vermeintliche „Notlösung“ entpuppte sich schon nach wenigen Proben als Glücksfall. In der brillanten Akustik des Konzertsaals fügten sich Gesangsstimmen und Orchesterklang zu einem aufregenden Hörerlebnis, das unser Publikum mit stehenden Ovationen belohnte. Schon bald entstand der naheliegende Wunsch, dieses Erlebnis über die einmalige Konzertaufführung hinaus auch einem größeren Publikum zugänglich zu machen. Das Ergebnis ist der Live-Mitschnitt aller vier Teile des „Ring“-Zyklus.

Mein Dank gilt dem Generalintendanten der Deutschen Oper am Rhein, Prof. Christoph Meyer, und dem Intendanten der Duisburger Philharmoniker, Prof. Alfred Wendel, die die Umsetzung des Projekts ermöglicht haben, sowie unserem Tonmeister Holger Urbach. Ihm ist es über die fantastische Klangqualität hinaus gelungen, die wunderbare Atmosphäre dieser Aufführungen einzufangen.

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