"Ring des Nibelungen"

Wiener Staatsoper

08.01.-20.01.2019

© Christiane Keller

Der GMD der Deutschen Oper am Rhein ist ein Gewinn für die Staatsoper. Nach "Hänsel und Gretel" führt der kundige Kapellmeister souverän durch die Wagnerschen Gefilde. Er tut es mit jener magistralen Sicherheit, für die einst Dirigenten wie Sawallisch in München oder Stein (in Wien oder Bayreuth) garantierten. Das schafft die nötige Sicherheit, dass sich das philharmonische Spiel ungestört entfalten kann.

Wilhelm Sinkovicz

Die Presse

Kober, GMD der Deutschen Oper am Rhein mit Bayreuth-Erfahrung, ist für das - hier ausgezeichnete, viel bejubelte - Sängerensemble ein Garant für Sicherheit. Er trägt die Stimmen souverän, sorgt für perfekte Klangbalance im Staatsopernorchester und entfaltet Wagner Klangdramaturgie in der Art der großen Kapellmeister von einst (von Rudolf Moralt, bis Horst Stein) Das heißt, die Sänger können über dem perfekt ausgeloteten Orchesterklang ihre Stimmqualität voll entfalten. Und können sich sicher fühlen, weil sie wissen, dass Kober sie nie zudeckt, ja dass si im Orchester einen liebevollen Partner haben.

Kronen Zeitung

Dirigent Axel Kober ist für Wiener Wagnerianer die wichtigste Entdeckung. Dank offenkundiger kapellmeisterischer Kompetenz bringt er das Orchester dazu, auch riskante dramaturgische Manöver zu wagen, und gewinnt auf der ganzen Linie. Es gelingt ihm, sängerfreundliche Pianissimo-Klangteppiche auszulegen, ohne dass Spannung und Schwung dabei verloren gehen. Er animiert die philharmonischen Solisten immer wieder zu fast improvisatorischen Einwürfen, die sich ganz am Gesang und am Bühnengeschehen orientieren, er bringt Posaunen und Tuben dazu, nebst machtvoll und schmetternden Fanfaren auch im geheimnisvollen Pianissimo makellos austarierte Akkord-Motive zu setzen - wenn es etwa gilt, im ersten Akt Inkognito zu lüften. Ein Wagner-Fest.

Wilhelm Sinkovicz

Die Presse

Positiv auffällig an Kobers Dirigat war die vollkommene Übereinstimmung von Bühnen- und Grabengeschehen, was bei einem Werk, das in der Saison nur einmal auf dem Spielplan steht, beinahe an ein Wunder grenzt. Dass der Ring zu seinem Kerngeschäft zählt, und das Staatsopernorchester sowie die meisten Sängerinnen und Sänger sowohl mit dem Werk als auch mit der Wiener (Nicht)Inszenierung Erfahrung haben, macht diese Leistung nicht geringer. Für Gänsehaut sorgte etwa der Übergang von „Winterstürme wichen dem Wonnemond“ in „Du bist der Lenz, nach dem ich verlangte“ – da fügten sich Einsatz, Dynamik und Emotionalität zu einem größeren Ganzen, das atemberaubend war. Wunderbar war auch der Nuancenreichtum, den das Staatsopernorchester nicht nur an dieser Stelle entwickelte. Den ganzen Abend hindurch wurde mit voller Konzentration musiziert. Dementsprechend fein geschliffen fiel das Gesamtergebnis aus, das allerdings von einem ruppigen Vorspiel eingeleitet wurde – mir kamen Erinnerungen an ein Fahrt durch einen steirischen Wald, in dem der Wintersturm „Paula“ die Fichten wie Zündhölzer geknickt hatte. Auch der Walkürenritt hatte es in sich. Im Vergleich gegen die schnaubenden Schlachtrösser, die Kober musikalisch malte, lassen andere Dirigenten Karussellpferde tanzen. Das bedient vielleicht nicht die gängigen Vorstellungen, dennoch wird diese Walküre vielen als spezielles Erlebnis in Erinnerung bleiben.

bachtrack.com

Neben Konieczny hat sich mittlerweile Axel Kober im Graben als "Ring"-Debütant in Wien als Liebling des Publikums herauskristallisiert. Der 48-jährige deutsche Dirigent, der bis dato an der Staatsoper lediglich am Pult von "Hänsel und Gretel" zu erleben war, behielt das hohe Tempo der ersten beiden "Ring"-Teile bei und brachte Stephen Gould als Siegfried beim Schmieden von Nothung ordentlich ins Schwitzen. Zugleich bleibt die Interpretation bei aller Mächtigkeit voll berauschender Vielfarbigkeit.

APA

Einhellig begeistert zeigt sich das Publikum vom Ring des Nibelungen -Dirigenten Axel Kober und dem in allen Instrumentengruppen grandios aufspielenden Orchester der Staatsoper.

Marion Eigl

Wiener Zeitung

Dass sie so wenig forcieren musste wie Siegfried bei seinem "Schmiedelied",lag an Axel Kobers musikalischer Leitung. Diese entwickelt sich zum eigentlichen Ereignis dieses Ring"-Durchlaufs. Von Akt zu Akt scheinen Dirigent und Orchester freier, entspannter miteinander umzugehen. Kobers Sicherheit gibt den Musikern die Freiheit, Soli mit höchster Klangschönheit quasi improvisatorisch zu musizieren - und ermöglicht sogar, den hintergründigen Witz von Wagner Partitur hörbar zu machen. Auch dass man "Siegfried" zu Recht das "Scherzo der Nibelungen-Symphonie" nennt, wird an einem solchen Abend hörbar. Selbst das blechgepanzerte erste Finale gewinnt eine Leichtigkeit, die angesichts der Schwierigkeiten gerade dieser Partitur ans Mirakulöse grenzt. Weiß man doch, dass im Wiener Repertoire an Orchesterproben kaum zu denken ist. Wenn ein Maestro allerdings imstande ist, das notorische Können der Musiker souverän zu mobilisieren. 

Wilhelm Sinkovicz

Die Presse

Axel Kobers fein nuanciertes Dirigat grenzte ans Ereignishafte. Er schöpfte die philharmonische Pracht des Staatsopernorchesters aus und schlug genial den Bogen über das große Ganze.

Susanne Zobl

Kurier

Der größte Schatz, der bei diesem "Ring"-Durchlauf gehoben wurde, war Axel Kober als Dirigent der Tetralogie. Die Zusammenarbeit des Generalmusikdirektors der Deutschen Oper am Rhein mit dem Wiener Staatsopernorchester erschuf einen der musikalisch herausragendsten "Ringe" am Haus der vergangenen Jahre. Bis dato war der 48-Jährige am Ring lediglich am Pult von "Hänsel und Gretel" zu erleben. Und nun präsentierte Kober einen mächtigen, blechlastigen Ring, der das Haus streckenweise erzittern ließ, die Streicher nicht zu sehr in den Vordergrund stellte und doch die leisen Töne an der richtigen Stelle nicht scheute. Dass Siegfried bei seinem Trauermarsch nicht wieder wiederaufersteht, verwundert bei dieser Interpretation. Kobers "Ring" hat Eier. Und zugleich ist seine Interpretation ein farbenprächtiges Tongemälde, das nicht nur auf die Eingeweide der Zuhörer, sondern ebenso auf die kleinsten Gehörknöchelchen zielt. Und noch dazu eine reife Arbeit, deren Erschaffer meist auf die Sänger eingeht.   

APA

Ein eindrucksvoller "Ring des Nibelungen" dank der gestalterischen Kraft am Dirigentenpult: Axel Kober, Generalmusikdirektor der Deutschen Oper am Rhein und auch in Bayreuth kein Unbekannter mehr, hat Wien mit diesen Auftritten erobert. Genauer: das Wiener Orchester und das Publikum. Kober hat die vier Werke offenkundig im kleinen Finger - oder besser: in sämtlichen Fingerspitzen, in den Armen und Schultern, die Augen nicht zu vergessen. Beeindruckend, wie er mit minimalen Gebärden ein Maximum an Wirkung aus dem Orchester holt, wie er dabei nie darauf vergisst, dass die Singstimmen stets zu ihrem Recht kommen (das da lautet: auch im Furor der tragischen Ereignisse durchweg gehört zu werden). 

[...] Es bedarf eines Kapellmeisters von erstem Format. Dieser stand mit Axel Kober zur Verfügung und führte nicht nur alle Kräfte sicher durch die vierzehnenhalb Musikstunden, sondern griff auch konsequent gestaltend ein, im überwältigend gesteigerten "Trauermarsch" wie in Augenblicken äußerster Konzentration. Während Theorien teilweise geflüsterten Schlussgesangs ist der letzte Huster im Auditorium verstummt; die Klimaanlage abstrahiert, was bedeutet: vollkommene Stille - womit in Wahrheit die äußerste Dramatik erreicht ist...

Wilhelm Sinkovicz
Die Presse

An allen vier Abenden des "Rings" zeigte Kober am Pult des Staatsopernorchesters seine Souveränität: Mit Kraft, Hochspannung und spürbarem Drive setzt er - wie einst Horst Stein - Wagners gewaltige Musiktheaterformen, Bilder, politische und Erlösungsideen dieses Untergangsszenarios um. 

Sabine Weber

Klassikfavori.de

Womit wir am Sonntagnachmittag in der Staatsoper sind. Dirigent Axel Kober und Orchester trafen für den Ring des Nibelungen" (Kobers erster in Wien) ohne gemeinsame Probe aufeinander, am Sonntag gab es den gefeierten Abschluss mit der Götterdämmerung".
Und hier entstand etwas im Moment. Man durfte sich freuen und erstaunt sein, was die Menschen so können, wie wundersam dieser gegenseitige spontane Austausch von Komplexität funktioniert: Das musikalische Ergebnis war ganz außergewöhnlich, ließ die Sänger hörbar bleiben und die Muskeln dort spielen, wo man umso sensibler gepackt wird. Das Repertoire, es rührt im Idealfall tief.

Georg Leyrer

Kurier

Kommt man mit nicht-österreichischen Opernliebhabern in Kontakt, so hört man immer wieder (und immer wieder gern), dass die Wiener Staatsoper für viele ein Sehnsuchtsort bezüglich Wagner und Strauss ist, und ob wir Eingeborenen überhaupt wüssten, wie verwöhnt wir in dieser Hinsicht wären? Wie schön, wenn sich ein Vorurteil wie dieses bestätigt, denn was Axel Kober aus der Götterdämmerung zauberte, war auch für versierte Ring-Besucher ein besonderes Erlebnis. Musikalisch rekapituliert die Götterdämmerung hauptsächlich die Leitmotive der vorangegangenen drei *Ring*-Tage, aber in morbider Form. Sie sind zwar immer noch klar erkennbar, doch subtil verzerrt, wenn nicht korrumpiert. Eine Dissonanz hier, Doppelsinn da, Lüge, Verrat überall; unentrinnbare, aber doch langsam um sich greifende Untergangsstimmung. Das, was zuvor frischer Wald und Blumen war, trocknet wie die Scheite aus der Weltesche rund um Walhall, und duftet dabei noch intensiver, oder zumindest kamen einem bei Kobers Dirigat blumige Vergleiche wie dieser in den Sinn – gegen die der bekannte Parfumliebhaber Wagner wohl keine Einwände gehabt hätte. Dieses Leitmotivpotpourri hielt Kober angenehm transparent, und so fügte sich alles ganz organisch – diese unangestrengte Selbstverständlichkeit, aus der sich Grandioses erhob, nötigt einem Respekt ab. Was war beeindruckender? Die Rheinfahrt, Siegfrieds Trauermarsch oder das Finale? Das ist kaum zu entscheiden, aber wie schon in der Walküre fiel besonders positiv auf, dass sowohl die Chemie zwischen Dirigent und Orchester als auch die Feinabstimmung mit dem Bühnengeschehen perfekt passten – und das ohne Orchesterprobe. 

bachtrack.com

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